
Die deutsche Castingshow Deutschland sucht den Superstar, oder kurz DSDS genannt, wurde erstmals 2002 ausgestrahlt und erwies sich als sehr erfolgreich. Bis zu 30.000 Menschen bewarben sich, um Superstar zu werden. Aus ihnen werden hoffnungsvolle Talente herausgefiltert, die dann im Recall antreten dürfen.
Nach dem Recall bleiben meist 15 Kandidaten übrig, die einen Liveauftritt im Fernsehen absolvieren. Entweder entscheiden hier Publikum und Jury zusammen, wer die letzten zehn sind oder das Publikum entscheidet alleine. Die letzten zehn Kandidaten ziehen in die sogenannten Mottoshows ein. Hier treten sie jede Woche live auf, zum Beispiel unter dem Motto: Die Achtziger oder Lovesongs. Bei diesen Shows gibt die Jury lediglich ihre Meinung ab, Entscheidungsbefugnis hat sie keine mehr. Die Zuschauer können für ihren Lieblingskandidaten kostenpflichtig anrufen und entscheiden so, welcher Kandidat weiter ist. Der Kandidat mit den wenigsten Anrufen muss die Castingshow leider verlassen.
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Die Jury Während des Castings und des Recalls entscheidet eine ausgewählte Jury, welche Kandidaten weiterkommen. Üblicherweise zählt hier das Gesangstalent. Nebensächlich wird aber auch auf das Aussehen und das Charisma der Kandidaten geachtet und so ist nicht jeder der in den Recall eingeladen wird ein außergewöhnlich guter Sänger. Urgestein der DSDS-Jury ist Dieter Bohlen. Er ist seit der ersten Stunde dabei und erklärt oftmals den Kandidaten auf eine sehr direkte Art und Weise, was er über ihr vermeintliches Talent denkt. Oft zogen Aussagen von Dieter Bohlen scharfe Kritik und auch Anzeigen hinter sich. In dieser Staffel muss Bohlen für jedes „Scheiße“ das er von sich gibt, einen Euro zahlen. Wie viel zusammengekommen ist, ist bisweilen nicht klar. Außerdem wird Dieter Bohlen aktuell von Nina Eichinger und Volker Neumüller unterstützt, die sich aber meistens Dieter Bohlens Meinung anschließen. Nina Eichinger moderierte unter anderem bei MTV und Volker Neumüller ist Musikmanager, wobei dieser eher als Ersatz für Max von Thun diente, da von Thun nach den ersten Meinungsverschiedenheiten mit Dieter Bohlen aus der Jury ausgestiegen ist. Vorherige Jurymitglieder waren Anja Lukaseder, Andreas „Bär“ Läsker, Sylvia Kollek und Heinz Henn. Die Erstbesetzung bestand aus Musikjournalistin Shona Fraser, Radiomoderator Thomas Bug, Ex-BMG-Plattenboss Thomas M. Stein und dem Pop-Titan Dieter Bohlen.
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Die Moderatoren Während der ersten und zweiten Staffel führten Michelle Hunziker und Carsten Spengemann souverän durch die Mottoshows. Ab der dritten Staffel wurden die beiden von Tooske Ragas und Marco Schreyl abgelöst und moderierten auch zusammen die vierte Staffel. Seit der fünften Staffel 2008 moderiert Marco Schreyl allein die Sendung. Er unterstützt die Kandidaten, wenn sie eine schlechte Kritik erhalten, und baut sie wieder auf. Wie kein anderer zieht er die Verkündung der Entscheidung gekonnt in die Länge, sodass die Spannung bis ins Unermessliche steigt und man ihn am liebsten anschreien möchte: Jetzt sag es endlich!
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Bisherige Staffeln Die erste Staffel von DSDS war enorm erfolgreich. In Deutschland war es das erste Format seiner Klasse und für deutsche Zuschauer etwas ganz Neues. Zu Spitzenzeiten schalteten 15,01 Millionen Zuschauer die Sendung ein. Diese Einschaltquoten konnten in keiner folgenden Staffel erreicht werden. Diese erste Staffel von DSDS wurde von Alexander Klaws gewonnen. Er und auch Konkurrent Daniel Küblböck erreichten sogar Platz 1 der Singlecharts. Weiterhin war das Besondere an dieser Staffel, dass die Kandidaten alle sehr stark waren und die Führung fast bei jeder Mottoshow auf einen anderen Kandidaten überging. In der zweiten Staffel gewann Elli Erl, wobei weder die Show selbst so erfolgreich war wie die Erste, noch die Veröffentlichungen der Gewinnerin. Die dritte Staffel ging im Finale mit einem denkbar knappen Ergebnis aus. Tobias Regner gewann vor Mike Leon Grosch mit 54,9 Prozent der Stimmen. Die Einschaltquoten waren wieder höher als die der zweiten Staffel und hoch genug, um auch eine vierte Staffel zu produzieren. In der vierten Staffel gab es eine Besonderheit, denn ein Kandidat galt von Anfang an als Favorit und wurde bei den Telefonabstimmungen immer Erster. Lediglich in der ersten Show hatte er unter 30 Prozent aller Anrufe, was auf die hohe Teilnehmerzahl von zehn Kandidaten begründet sein könnte. Mark Medlock hieß dieser Kandidat, der sich im Finale mit einer Mehrheit von 78,02 Prozent durchsetzte. Und auch danach konnte Mark Medlock einige Erfolge in den Charts feiern. Die Einschaltquoten waren zwar noch schlechter als zuvor, doch immer noch weit über dem Senderschnitt. In der fünften Staffel wiederholte sich das Mark-Medlock-Phänomen und Thomas Godoy hatte von Anfang an immer die meisten Anrufe. Die bisher knappste Finalentscheidung erfolgte in der sechsten Staffel in dem Finale zwischen Daniel Schuhmacher und Sarah Kreuz. Daniel Schuhmacher gewann mit 50,47 Prozent Mehrheit. Jetzt erwarten wir mit Spannung wie sich die Kandidaten der siebten Staffel schlagen und wer der neue Superstar wird. |