„Der Prinz von Bel-Air“ ist der deutsche Titel für die US-amerikanische Sitcom „The Fresh Prince of Bel-Air“. Die Idee kommt dabei von Susan und Andy Borowitz. Der Titelsong stammt vom Hauptdarsteller Will Smith. Die Serie wurde von 1990-96 produziert und fand auch lange danach noch großen Zuspruch bei den Fernsehzuschauern. In Deutschland wurde die erste Serie im Jahre 1992 ausgestrahlt. Es ist zwar eine Comedy-Serie, dennoch gab es oft gute Kritiken aufgrund der Widerspiegelung gesellschaftlicher Probleme. So werden gerade afroamerikanische Probleme wie Subkultur, Diskriminierung und soziale Klassifizierung mit eingebracht.

Die Serie handelt von William Smith, der in der Serie aber auch nur als Will Smith bezeichnet wird. Will ist in den Straßen von Philadelphia ohne Vater aufgewachsen ist und nennt seine Heimatstadt liebevoll nur Phili. Damit er aber von der Straße wegkommt und nicht in den Genuss einer kriminellen Karriere kommt, schickt ihn seine Mutter zu ihrer Schwester Vivian Banks nach Los Angeles. Dort soll er eine schulische Bildung erhalten. Problem dabei ist, dass William „von der Straße“ kommt und Vivian und ihr Mann Philip sehr wohlhabend sind und in L.A. im Nobelviertel Bel-Air. Das führt automatisch zu Diskrepanzen mit der lockeren Lebensart des jungen William.

Anfangs hat er arge Probleme sich mit den Familienmitgliedern zu arrangieren und es kommt immer wieder zu Streitigkeiten. Gerade mit den Kindern (Carlton und Hilary) der Banks kommt Will nicht klar. Sogar der Butler hat mit dem Lebensstil so seine Schwierigkeiten. Nur das kleinste Familienmitglied Ashley versteht sich auf Anhieb mit dem Cousin. Nach einiger Zeit legen sich jedoch die Unstimmigkeiten mit dem Rest und die Familie inklusive Butler lernt Will kennen und auch zu lieben.

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Die Charaktere

William „Will“ Smith

Der Junge William Smith wir vom gleichnamigen Schauspieler Will Smith (Independence Day, Bad Boys, Men in Black) gespielt. Er ist die Hauptperson und verkörpert den typischen Jungen aus dem Ghetto. Sein lockerer Lebenswandel wird noch durch sein loses Mundwerk deutlicher. Er genießt sein Leben und lebt in den Tag hinein. Mit Lernen und Ernsthaftigkeit, was eine schulische Bildung angeht, kann Will sich nicht direkt anfreunden und versucht lieber Zeit mit seinem Kumpel Jazz und Frauen zu verbringen. Damit stellt er genau das krasse Gegenteil der Familie Banks dar. Nach einigen anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten legen sich diese aber wieder und Will „gewöhnt“ sich an das Leben in Bel-Air. Zusätzlich bringt er Leben in das Haus der Banks.

Jazz

Der DJ Jazzy Jeff änderte seinen Namen ebenfalls nicht für die Sendung und wurde in der Serie nur Jazz oder teilweise auch Mr. Jazz genannt. Er kommt ebenfalls aus Phili und ist Will quasi gefolgt. Jazz scheint noch ein wenig mehr das Straßenkind darzustellen. Er hat keine wirkliche Bleibe und hält sich mit kleineren Geschäften gerade so über Wasser. Gleich zu Anfang der Sitcom versucht er bei der Tochter des Hauses Hilary Banks zu landen. Der Erfolg bleibt jedoch aus und auch Philip Banks ist wenig begeistert von Jazz’ Aufenthalten im Haus. Kurzer Hand schmeißt er ihn raus. Da Jazz in mehreren Serien vorkommt, wird dieser Rausschmiss zum Running Gag.

Philip Banks

Er ist der Herr des Hauses und wird vom Schauspieler James L. Avery gespielt. Durch seine Anstellung als Anwalt und später als Richter und seiner schulischen Bildung (Princetonabschluss) kommt er mit der undisziplinierten Art von Will überhaupt nicht klar. Jedoch nähern sich die beiden immer mehr an und eines Tages gibt Philip in einer Serie zu, dass ihm Will nach der ganzen Zeit doch ans Herz gewachsen ist. Philip Banks neigt zur Sturheit, die teilweise auch mit Fehlentscheidungen behaftet ist. Dennoch hat er klare Prinzipien, nach denen er handelt.

Vivian Banks

Die Frau von Philip wird anfangs von Janet Hubert-Whitten gespielt, ehe die Rolle von Daphne Maxwell-Reid übernommen wird. Vivian ist eine erfolgreiche Universitätsprofessorin in Bel-Air. Sie sorgt dafür, dass ihr Mann immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt wird. Sie kann aber auch ziemlich temperamentvoll werden und muss dann von ihrem Mann beruhigt werden.

Hilary Banks

Das älteste der drei Kinder wird von Karyn Parsons gespielt. Sie ist nicht gerade eine Leuchte und hat noch nicht sonderlich viel erreicht in ihrem Leben. Aber sie hat auch gar nicht vor dieses zu ändern, da ihre Eltern genug Geld haben. Außerdem ist sie sehr naiv und wird so oftmals zum Zielobjekt für spitze Bemerkungen. Hilary ist äußerst verwöhnt und zeigt das, indem sie öfter ohne Erlaubnis mit einer Kreditkarte von Philip shoppen geht und teure Kleidung kauft, was aber keine wirklichen Konsequenzen nach sich zieht.

Carlton Banks

Carlton ist ein Musterschüler. Alfonso Ribeiro mimt diese Rolle und stellt den reichen versnobten Anwaltssohn perfekt dar. Carlton ist das, was im Volksmund heutzutage als Streber bezeichnet wird. Er ist schulisch sehr ambitioniert, konservativ eingestellt und versucht mit aller Macht seinem Vater nach Princeton zu folgen. Ein weiterer Running Gag sind die Sticheleien, die Will gegenüber seinem Cousin ausspricht, aufgrund Carltons nicht vorhandener Körpergröße.

Ashley und Nicky Banks

Tatyana Ali ist in der Serie Ashley und das jüngste der drei Kinder. Sie hält große Stücke von Will und lässt sich leicht von ihm beeinflussen. Deshalb gibt es häufig Reibereien zwischen Philip und Will, da Philip eine Gefährdung in der Entwicklung von Ashley sieht. Nicky kommt als Nachwuchs in den letzten Folgen der Serie auf die Welt und ist von da an das jüngste Mitglied.

Butler Geoffrey

Joseph Marcell spielt den Butler Geoffrey der Banks. Er kommt ursprünglich aus England und besticht durch seinen trockenen und schwarzen Humor. Geoffrey wird als arme, mitleiderregende Person dargestellt. Er genießt er es, in seiner Freizeit mit Lederjacke und fahrbarem Untersatz durch die Straßen zu cruisen.
Der Prinz von Bel-Air im Web
Der Prinz von Bel-Air auf DVD