
Ein Chef wie niemand ihn sich wünscht, so lässt sich Stromberg wohl am ehesten beschreiben. Und dennoch oder gerade deswegen hat Stromberg eine große Fangemeinde. Seine Anhänger hat er aber hauptsächlich unter den Fernsehzuschauern und weniger unter den Angestellten der Capitol Versicherung. Das ist das Unternehmen, bei dem Stromberg zu Beginn als Abteilungsleiter der Schadensregulierung M bis Z arbeitet. Ab der zweiten Staffel wird er stellvertretender Leiter der Schadensregulierung. Mittlerweile gibt es vier Staffeln und in der letzten wird Stromberg nach Finsdorf versetzt. Hier ist der Name Programm, wie die eigens dafür gebaute Webseite verrät. Denn ein Stadtwappen mit einem Atomkraftwerk darauf wirkt alles andere als einladend.
Die Serie Stromberg hatte am 11. Oktober 2004 ihren Auftakt mit der Folge „Der Parkplatz“. Insgesamt umfasste die erste Staffel acht Folgen und wurde wie alle Folgen und Staffeln auf Pro7 ausgestrahlt. Im Dezember endete die erste Staffel mit der passenden Folge „Der letzte Tag“. Stromberg etablierte sich in der ersten Staffel mit seinen flotten Sprüchen, die oft unter die Gürtellinie gehen, in die Lachmuskeln vieler Zuschauer. Die zweite Staffel startete im September und lief bis zum 13. November 2005. Mittelpunkt war natürlich weiterhin Stromberg und wie er sich in der Arbeitswelt als „Chef“ behauptete. Die dritte Staffel begann im März 2007 und endete im April 2007. Im November 2009 wurde Stromberg mit der vierten Staffel fortgesetzt, die einen Großteil der Zeit in Finsdorf, einem Dorf in der Heide, spielte. Eine weitere Staffel ist derzeit nicht geplant, jedoch wird von einem Kinofilm gesprochen.
Der Stil der Serie trägt sicher dazu bei, dass sie so einzigartig ist. Bei der Serie handelt es sich um eine Parodie auf die bekannten Doku-Soaps. Dieses Genre nennt sich Mockumentary. Der Begriff umschreibt einen fiktionalen Dokumentationsfilm, der allerdings den richtigen Dokumentarfilm auf die Schippe nimmt. Im Mittelpunkt dieser Dokumentation steht Stromberg, dessen Alltag gefilmt wird. Da sein Alltag maßgeblich vom Berufsleben bei der Capitol bestimmt wird, rücken auch ein paar Angestellte ins Zentrum der Dokumentation. Immer wieder werden diese zu bestimmten Themen an einem Tisch sitzend interviewt. Wobei jeder Charakter für sich schon wieder eine Geschichte für sich ist.
Ihr wollt wissen wann Stromberg im TV läuft?
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Bernd Stromberg ![]() Bildquelle: felixander.files.wordpress.com Er wird von Christoph Maria Herbst gespielt. Der Charakter Stromberg geht davon aus, dass er weiß, wie der Laden beziehungsweise die Capitol läuft. Auch wenn er nicht die Gesamtleitung übertragen bekommen hat, meint er doch, dass er das Sagen hat. Er steht irgendwo zwischen Midlife-Crisis und Größenwahn. Manchmal meint er seine merkwürdigen Aktionen gegenüber seinen Mitarbeitern durchaus gut, doch meist scheitern sie am Ende. Denn seine Lügen, mit denen er versucht alles am laufen zu halten, fliegen früher oder später auf. Manchmal scheint er wieder Oberwasser zu bekommen, doch das ist meist nur von kurzer Dauer. Als Beispiel für seine Mitarbeiterführung sei der Diebstahl genannt. Er muss zu diesem Thema alle Mitarbeiter befragen und findet raus, dass Erika Toner gestohlen hat. Diese muss gekündigt werden, was er einfach nicht übers Herz bringt und daher die Kündigung immer wieder aufschiebt. Um die Kündigung zu umgehen, erzählt er der Chefin, dass Erika Krebs hat, woraufhin die Kündigung zwar zurückgezogen wird, aber diese Lüge natürlich irgendwann aufliegt. Auch ein Privatleben kreuzt das Arbeitsleben, doch das ist meist nicht von Erfolg gekrönt. So kommt es zur Scheidung von seiner Frau. Danach folgen Techtelmechtel mit verschiedenen Angestellten.
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Erika Burstedt ![]() Bildquelle:tvwiki.de Erika ist eine herzensgute Seele. Immer lustig kommt sie daher, mit roten Haaren und einer etwas fülligen Figur. Sie ist eine Art Urgestein unter den Mitarbeitern, die gar nicht wegzudenken ist. Als ihr die Kündigung droht, geht sie vors Arbeitsgericht und gewinnt. Ihre Feierlaune lässt sie sich aber durch nichts trüben. Die Scherze von Stromberg kommen bei ihr aber manchmal falsch an. In der dritten Staffel stirbt sie allerdings und kommt demnach in der vierten Staffel nicht mehr vor. Eine Zeitlang hatte sie ihren Arbeitsplatz in der Capitol neben Tanja, doch auch neben Ernie saß sie eine ganze Weile.
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Berthold Heisterkamp ![]() Bildquelle:wikia.nocookie.net Ernie heißt eigentlich Berthold wird aber von allen nur Ernie genannt, was ihn regelmäßig zur Weißglut bringt. Auf seinem Charakter wird oftmals rumgehackt und er ist der typische Außenseiter. Anfangs wohnt er noch bei Mutti, die aber später stirbt, weshalb er in eine tiefe Depression stürzt. Doch auch schon vorher hat er einige Macken. Er hat immer Schweißflecken unter den Achseln seiner gebügelten Hemden und zieht seine Hose am Bund immer hoch. Seine Frisur könnte auch moderner sein und zu allem Überdruss redet er oft in so einer Kindersprache nach dem Motto: „Alles klärchen mein Bärchen“ und „Tschüssi“. Dennoch lernt er in der ersten Staffel eine tolle Frau kennen, die seine Freundin wird, obwohl er zeitweise auch hinter Tanja her ist.
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Tanja Seifert ![]() Bildquelle:tvwiki.de Mitte 20 träumt Tanja von einer festen Beziehung, einer gemeinsamen Wohnung und vielleicht auch einer Familie. Sie verkörpert die typische Frau in dem Alter. Sie ist gut gekleidet, ordentlich, fleißig, versteht sich mit den Kollegen und ist ein bisschen langweilig. Schnell kommt es zu einer Partnerschaft zwischen ihr und Ulf, den sie sich noch „hinbiegen“ muss. Zwischenzeitlich kommt es zwischen den beiden zur Trennung. Ulf und Tanja bringen das Thema Partnerschaft, Ehe, Zukunft und die ewige Bindung mit in die Sendung Stromberg ein.
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Ulf Steinke ![]() Bildquelle:tvwiki.de Ulf verköpert den typischen Kerl. Er mag Fußball, zieht gern mit seinen Kumpels um die Häuser und geht einen trinken. Nachdem er sich mit Tanja liiert hat, geht er seltener Weg, fühlt sich aber irgendwann eingeengt. Beruflich kommt er nicht so recht voran. Die Capitol ist eigentlich mehr eine Notlösung und der Job macht ihm gar keinen Spaß. So liest er während der Arbeitszeit Comics und spielt Sudoku, anstatt sich um seine Aufgaben zu kümmern. Eine Lieblingsaufgabe von ihm ist, Ernie zu ärgern. Zwischen Stromberg und Ulf findet zeitweise eine Vater-Sohn-Beziehung statt. Diese äußert sich in freundschaftlichen Gesprächen, die von Stromberg initiiert werden.
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Die Chefs: Berkel und Becker ![]() Bildquelle:funke-stertz.de focus.de Stromberg hat in der ersten Staffel Tatjana Berkel als Chefin. Hinter vorgehaltener Hand nennt er sie oft Tuberkel oder auch Eva Braun. Das Stromberg ein Problem mit Frauen in Führungspositionen hat, ist deutlich zu spüren und er sagt es auch in Gesprächen vor der Kamera. In der zweiten Staffel löst Herrn Becker Frau Berkel ab. Er ist ein geradliniger Mann: freundlich, charmant, besonnen und höflich. Mit Stromberg rasselt er regelmäßig aneinander und Becker liest Stromberg regelmäßig die Leviten. Vereinzelt sieht es sogar so aus, als wenn Stromberg in dieser Beziehung gewinnt, doch das ist nur von kurzer Dauer. In der Regel verliert Stromberg gegen den jungen, strebsamen Karrieristen.
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| Weitere Personen In Konkurrenz steht Stromberg auch mit Sinan Turculu, der in der ersten Staffel die Schadensregulierung A-L leitet. Er wird jedoch versetzt. Sabine Buhrer, auch Sabbel genannt, spielt in allen vier Staffel immer mal wieder eine Rolle. Sie arbeitet in der Buchhaltung und ist im Betriebsrat. Zwischen Ulf und ihr läuft kurzzeitig ein kleines Techtel. Stromberg versucht auch Sabine anzubaggern. Er kann aber bei ihr nicht landen. Dafür aber bei der einfältigen Nicole Rückert. In der vierten Staffel bandelt er intensiv mit Jennifer Schirrmann an, die oftmals seinen Witz versteht, aber nicht so recht weiß, was sie von ihm halten soll. |
Preise und Auszeichnungen Die Serie hat zahlreiche Preise gewonnen. 2005 gewann Stromberg beziehungsweise Christoph Maria Herbst für seine schauspielerische Leistung als Stromberg den Bayerischen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis, den er auch 2006 erhielt. 2006 kam der Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion und Unterhaltung dazu. 2007 gesellte sich zu diesen Auszeichnungen der Deutsche Fernsehpreis für die beste Sitcom. 2009 gab es den Doppel Platin Award von Sony Music für die DVD-Ausgabe. |