Montag, den 09. August 2010 um 07:31 Uhr

Kultserien der 1960er: Die (glückliche) Hausfrau, Western und Tiere

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Wer jenseits der 35 ist, erinnert sich gern an die eine oder andere Serie, die er in seiner Kindheit gesehen hat. Serien aus den 1960ern starteten in diesem Jahrzehnt, erlangten aber schnell Kultstatus und einige von Ihnen werden auch heute noch gezeigt beziehungsweise wiederholt. Bezeichnend sind die eindeutig heile Familie und die stereotype Rollenverteilung in den Serien. Die Frauen stehen meist am Herd und der Mann geht arbeiten.

 

Vor allem amerikanische Serien gehören zu den beliebten Kultserien und es gibt eine Frau in den 1960ern, deren Name wohl jeder kennt: Doris Day. Sie gehört zwar mehr in das Genre Comedy im Film, aber ich finde sie besonders prägend, wenn es um die Rolle der Frau in den 1060ern geht. Gerade sie verkörpert vor allem die brave und liebe Hausfrau, die den Haushalt alleine schmeißt und dabei natürlich auch noch lachen kann. Ihre eigene Serie startete in Deutschland erst in den 1970ern und hieß "Doris Day in...".

Wenn wir an die 1960er denken, dann fallen vor allem Tiersendungen auf. "Lassie", "Flipper" und "Mister Ed" begeistern jung und alt. Lassie ist natürlich dieser liebe Collie, der an der Seite von  Waldhüter Corey Stuart einige Abenteuer erlebt. Ein Abenteuer ist spannender als das nächste und der Zusammenhalt in der Familie ist besonders wichtig. Auch bei Flipper steht ein Tier im Vordergrund allerdings ein Delphin. Neben der Zentralisierung der Familie deuten diese Serien auch auf eine enge Bindung zwischen Tier und Kind hin. Mister Ed, das sprechende Pferd, ist für seine zynischen Sprüche bekannt. Die Melodien in den Trailern beamen einen ganz schnell wieder in 1960er.





Ein weiteres Genre, an das sich bestimmt einige erinnern: Western. Hier reicht das Angebot von der Kultserie Bonanza über rauchende Colts. Wobei Rauchende Colts etwas langlebiger war als Bonanza. Im Zentrum stehen bei diesen Serien natürlich mehr die harten Kerle und ihre Abenteuer im Wilden Westen. Das ist das Kontrastprogramm zur heilen Familie, die doch die meisten Serien der 1960er durchzieht. So wie in der Serie The Monsters. Wobei wir es hier mit einer sehr abgefahrenen Familie zu tun haben, die aber in ihren Grundfesseln immer zusammenhält.



Eine Serie wir sicher auch vielen im Gedächtnis geblieben sein: Die Zauberhafte Jeannie. Jeannie lebt in einer Flasche und die Verkörperung eines Märchens aus 1000 und einer Nacht. Zwar ist Jeannie gegenüber ihrem Master Tony Nelson emanzipiert und weiß sehr wohl sich durchzusetzen. Doch das täuscht kaum darüber hinweg, wie eingesperrt sie ansonsten ist, denn sie lebt in einer Flasche, kann sich vorerst nur im Haus aufhalten und sich auch um den Haushalt kümmern.

In Deutschland treibt mehr Heinz Erhard sein Unwesen, begleitet von den Unverbesserlichen. Aus Europa kommt auch die Kultsendung Pan Tau, der Mann mit der Melone verzaubert mit seiner Handbewegung und Pantomime eine ganze Nation.

Diese Liste erhebt absolut keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und sollte euch noch eine Serie einfallen, postet sie doch als Kommentar. Je mehr, desto besser.


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